```json { "modus": "a", "headwords": ["Faktor VII-Mangel", "Hypoprokonvertinämie"], "skip": [], "sources": [ {"n": 1, "zitat": "Srivastava A, Santagostino E, Dougall A, Kitchen S, Sutherland M, Pipe SW, et al. WFH Guidelines for the management of hemophilia, 3rd edition. Haemophilia. 2020;26(Suppl 6):1–158.", "url": "https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/hae.14046", "abrufdatum": null}, {"n": 2, "zitat": "Scherer R. Anästhesie bei Patienten mit Störungen der Blutgerinnung. In: Rossaint R et al. (Hrsg.). Die Anästhesiologie. Berlin, Heidelberg: Springer; 2016.", "url": "https://doi.org/10.1007/978-3-662-45539-5_109-1", "abrufdatum": null}, {"n": 3, "zitat": "Novo Nordisk Pharma GmbH. Fachinformation NovoSeven (Eptacog alfa, rFVIIa). Stand: 05.01.2023. Amsterdam: European Medicines Agency.", "url": "https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/novoseven", "abrufdatum": "01.06.2026"} ], "blocks": [ {"origin": "kept", "html": "

Beim Faktor-VII-Mangel (Hypoprokonvertinämie) fehlt den Betroffenen der Gerinnungsfaktor VII ganz oder teilweise. Ähnlich wie bei Hämophilie A gibt es auch beim Faktor-VII-Mangel verschiedene Schweregrade, je nachdem wie hoch die Restaktivität des vorhandenen FVII ist. Es gibt jedoch keine sichere Korrelation zwischen der Faktor-VII-Restaktivität und der Schwere der Blutungen.

", "annotation": "Original-Kernsatz 1:1 als Kernsatz übernommen (Modus a, Definition + Schweregrade + fehlende Korrelation zur Blutungsneigung). Hämophilie A-Bezug bereits im Original enthalten.", "quelle_n": null}, {"origin": "new", "html": "

Wie erkennt das Behandlungsteam einen Faktor VII-Mangel?

", "annotation": "H2 gemäß Task 1.3 wörtlich übernommen (Diagnose-Frage aus Patientensicht).", "quelle_n": 1, "input_citation_ids": ["c1"]}, {"origin": "new", "html": "

Um einen Faktor VII-Mangel festzustellen, misst das Behandlungsteam im Blut die Prothrombinzeit (auch Quick-Wert genannt) und die Aktivität von Faktor VII.{{ref:3}} Wichtig zu wissen: Bei bestimmten Formen des Mangels können diese Werte zunächst unauffällig wirken, wenn das Laborreagenz keinen menschlichen Gewebefaktor enthält — die Diagnose wird dann leicht übersehen, obwohl Beschwerden wie bei einer leichten Hämophilie bestehen.{{ref:1}} Deshalb ist bei unklarer Blutungsneigung eine gezielte Untersuchung im Hämophilie-Zentrum sinnvoll.

", "annotation": "Neu (Diagnostik-Absatz): Laborparameter Quick-Wert/Prothrombinzeit + Faktor VII-Aktivität als Zulassungs-Fakt aus NovoSeven-Fachinfo (c2); diagnostische Fallgrube mit nicht-humanem Gewebefaktor aus WFH Guidelines Kapitel 3 (c1). Laiensprachlich umformuliert.", "quelle_n": 1, "input_citation_ids": ["c1", "c2"]}, {"origin": "new", "html": "

Wie behandelt das Behandlungsteam einen Faktor VII-Mangel?

", "annotation": "H2 gemäß Task 1.3 wörtlich übernommen (Therapie-Frage aus Patientensicht).", "quelle_n": 3, "input_citation_ids": ["c3"]}, {"origin": "kept", "html": "

Die Behandlung kann wie bei Hämophilie bei Bedarf oder prophylaktisch erfolgen.

", "annotation": "Original-Satz 1:1 übernommen (Behandlungs-Grundlinie: Bedarf vs. Vorbeugung).", "quelle_n": null}, {"origin": "new", "html": "

Zur Behandlung steht ein rekombinant hergestelltes, bereits aktiviertes Faktor VII-Präparat zur Verfügung. Es wird nach Körpergewicht dosiert (in Mikrogramm pro Kilogramm) und in mehreren kurzen Abständen gegeben, bis die Blutung gestoppt ist.{{ref:3}} Dosis und Zeitabstände stimmt das Behandlungsteam individuell auf jede Person ab — je nach Blutungssituation, Alter und geplanten Eingriffen. Für Menschen mit Hämophilie A heißt das: Die Behandlungswege ähneln sich im Prinzip (bei Bedarf oder vorbeugend), das eingesetzte Präparat ist aber ein anderes.

", "annotation": "Neu (Behandlungs-Details): rFVIIa als Substanzklasse und Dosiseinheit µg/kg sind Zulassungs-Fakten aus NovoSeven-Fachinfo (c3). Kein Wirkstoff-/Markenname (HWG). Patienten-Payoff mit Hämophilie A-Bezug ergänzt.", "quelle_n": 3, "input_citation_ids": ["c3"]}, {"origin": "new", "html": "

Wie unterscheidet sich der Faktor VII-Mangel von Hämophilie A?

", "annotation": "H2 gemäß Task 1.3 wörtlich übernommen (Abgrenzungs-Frage).", "quelle_n": 2, "input_citation_ids": ["c4"]}, {"origin": "kept", "html": "

Wie bei der Hämophilie ist auch beim FVII-Mangel ein genetischer Defekt die Ursache für die Erkrankung. Anders als bei der Hämophilie ist jedoch, dass das Gen nicht auf den Geschlechtschromosomen liegt und somit Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind. Zudem müssen beide Elternteile ein defektes Gen an das Kind vererben, damit es zu einer Erkrankung kommt – weswegen ein FVII-Mangel sehr selten ist und oft nur durch Zufall diagnostiziert wird.

", "annotation": "Original-Absatz 1:1 übernommen (autosomal-rezessive Vererbung, keine Geschlechtsbindung, Seltenheit).", "quelle_n": null}, {"origin": "kept", "html": "

Eine andere Möglichkeit für einen nicht funktionsfähigen Faktor VII ist ein durch andere Erkrankungen ausgelöster Vitamin-K-Mangel.

", "annotation": "Original-Satz 1:1 übernommen (Vitamin K-Mangel als erworbene Ursache).", "quelle_n": null}, {"origin": "new", "html": "

Klinisch verläuft der Faktor VII-Mangel meist in einer milden Form. Rund um Operationen kann er trotzdem zu erheblichen Blutungen führen. Bemerkbar macht er sich oft durch etwas verlängerte Blutungszeiten bei kleinen Alltags-Verletzungen — zum Beispiel beim Rasieren — oder durch einen erniedrigten Quick-Wert im Labor.{{ref:2}} Für Menschen mit Hämophilie A bedeutet das: Der Faktor VII-Mangel ist eine eigenständige Gerinnungsstörung mit anderem Vererbungsweg (autosomal statt X-chromosomal) und anderem betroffenen Gerinnungsfaktor — er ist keine Sonderform der Hämophilie A.

", "annotation": "Neu (klinisches Bild + Abgrenzung): milder Verlauf, perioperative Blutungsgefahr, Bagatellverletzungen (Rasieren), Quickwert aus Scherer 2016 (c4, [neutral]). Explizite Abgrenzung zu Hämophilie A als Nomenklatur-Fakt.", "quelle_n": 2, "input_citation_ids": ["c4"]}, {"origin": "new", "html": "

Fazit

", "annotation": "Strukturelle Fazit-Überschrift.", "quelle_n": null, "input_citation_ids": ["c1"]}, {"origin": "new", "html": "
  1. Beim Faktor VII-Mangel (Hypoprokonvertinämie) fehlt der Gerinnungsfaktor VII ganz oder teilweise — eine eigenständige, seltene Gerinnungsstörung neben der Hämophilie A.
  2. Die Diagnose erfolgt über Prothrombinzeit (Quick-Wert) und Faktor VII-Aktivität im Blut; leichte Formen bleiben mit bestimmten Laborreagenzien manchmal unentdeckt.
  3. Die Vererbung ist autosomal-rezessiv: Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen, und beide Elternteile müssen ein defektes Gen weitergeben. Auch ein Vitamin K-Mangel kann Faktor VII vorübergehend schwächen.
  4. Die Behandlung erfolgt bei Bedarf oder vorbeugend mit einem rekombinanten aktivierten Faktor VII-Präparat, dosiert nach Körpergewicht und individuell angepasst.
  5. Der Verlauf ist meist mild, doch rund um Operationen kann der Faktor VII-Mangel zu erheblichen Blutungen führen — eine Anbindung an ein Hämophilie-Zentrum ist deshalb wichtig.
", "annotation": "Fazit fasst die oben belegten Punkte zusammen (keine Quellenmarker im Fazit gemäß Vorgabe).", "quelle_n": null, "input_citation_ids": ["c1", "c3", "c4"]}, {"origin": "new", "html": "", "annotation": "Etymologie/Wortherkunft als lehrbuch-allgemeiner Kontext (kein klinischer Fakt, keine Zahl, kein Wirkstoffname, keine Anrede).", "quelle_n": null}, {"origin": "new", "html": "

Quellen

", "annotation": "Strukturelle Quellen-Überschrift.", "quelle_n": null, "input_citation_ids": ["c1"]}, {"origin": "new", "html": "{{quellen_ol}}", "annotation": "Renderer setzt das nummerierte Vancouver-Quellenverzeichnis aus dem sources-Array.", "quelle_n": null, "input_citation_ids": ["c1", "c3", "c4"]} ] } ```